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Frau blickt aus ihrem Dachfenster ins Grüne und tankt Tageslicht | VELUX Magazin

Tageslicht als Therapie

Tageslicht als Therapie

Nicht nur in der Architektur und Planung hat Tageslicht eine grosse Bedeutung – es wird auch zu therapeutischen Zwecken in der Medizin eingesetzt. Allgemeinmediziner, Psychologen und Biologen erforschen schon seit langem die Wirkung des Lichts auf Körper und Psyche. Dabei konnte ein deutlich stärkerer Einfluss von Tageslicht auf die Gesundheit festgestellt werden als ursprünglich angenommen. Diesen Einfluss macht sich die Medizin bei verschiedenen Therapieansätzen zunutze.

Tageslicht beugt Depressionen vor

Mutter sitzt mit ihrer Tochter am Dachfenster und genießt das Tageslicht | VELUX Magazin

Experten schätzen, dass bis zu 30 Prozent der Weltbevölkerung unterschiedlich stark an einer saisonal-affektiven Störung leiden, die auf Lichtmangel zurückzuführen ist. Viele Menschen kennen das Phänomen: Wenn die Tage kürzer und die Nächte länger werden, stellt sich ein Gefühl der Müdigkeit, Schlappheit und Antriebsarmut ein. Bei manchen wird der Zustand der Antriebslosigkeit in den Herbst- und Wintermonaten zum ständigen Begleiter – sie leiden an einer saisonal abhängigen Depression, auch Winterdepression genannt.

Eine der wichtigsten Ursachen für die Beschwerden, der Mangel an Tageslicht, ist zugleich der Ansatz einer Therapiemöglichkeit. So kann eine Lichttherapie mittels täglichem Einsatz einer Tageslichtlampe ab 1.000 Lux Abhilfe schaffen. Noch besser ist, gerade in der kalten, sonnenarmen Jahreszeit, für ausreichend Bewegung an der frischen Luft zu sorgen. Wie Sport sorgt die Sonnenlichtzufuhr für die Ausschüttung des Glückshormons Serotonin. So hellen Spaziergänge und eine Dosis Tageslicht Ihre Stimmung wieder auf – dabei reichen oft schon 20 Minuten am Tag. Damit es gar nicht erst zur Erkrankung kommt, können Sie auf diese Weise auch mit Tageslicht Depressionen vorbeugen.

Vitamin D: Tageslicht stärkt das Immunsystem

Sonnenlicht fördert die Bildung von Vitamin D im Körper. Im Sommer ist unser Vitamin D- Speicher besser gefüllt – ein Grund dafür, dass Erkältungen und Grippe seltener sind. Denn: Vitamin D trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei. Somit beeinflusst Tageslicht unser Immunsystem positiv. Bei Menschen, die sich regelmässig im Freien aufhalten, produziert die Haut bis zu 80 bis 90 Prozent des Bedarfs an Vitamin D selbst. Ein niedriger Vitamin D-Spiegel wird bei Erwachsenen mit einer gesteigerten Anfälligkeit für körperliche Erkrankungen in Verbindung gebracht.

Positive Effekte von Tageslicht in der Krebsforschung

Auch in der Krebsforschung werden die positiven Effekte von Tageslicht untersucht. Frauen, die häufiger direktem Sonnenlicht ausgesetzt sind, haben eine nachweislich höhere Überlebenschance. Sie produzieren tagsüber ausreichend Serotonin, das nachts in Melatonin umgewandelt wird. Und eben dieses Melatonin beeinflusst neben dem zirkadianen Rhythmus, der für den Schlafrhythmus des Menschen verantwortlich ist, auch den Östrogenhaushalt. Eine Überproduktion an Östrogen kann wiederum Brustkrebs auslösen. Künstliche Beleuchtung stört die natürliche Melatonin-Produktion, die den Östrogenhaushalt im Gleichgewicht hält. Studien zeigen, dass Frauen, die im Nachtdienst arbeiten oder in einem auch nachts hell erleuchteten Stadtgebiet wohnen, häufiger an Brustkrebs erkranken.

Tageslicht fördert Konzentration und Leistungsfähigkeit

Weitere medizinische Untersuchungen zu den Auswirkungen von Tageslicht auf den menschlichen Organismus belegen eine Steigerung der generellen Leistungsfähigkeit. Aus Angst vor Ablenkung und Zerstreuung versuchte man früher, Tageslicht beim Bau neuer Bürokomplexe weitestgehend zu verbannen – heute geht der Trend in die entgegengesetzte Richtung. Reize sind wichtig für den Menschen, denn auf Monotonie reagiert er mit Ermüdung. Die Dynamik des natürlichen Sonnenlichts sorgt, im Gegensatz zu künstlichem, konstanten Licht, für unterschiedliche Lichtverhältnisse je nach Tageszeit. Dadurch treten Müdigkeit und mangelnde Konzentration seltener auf.

Unsere Leistungsfähigkeit wird auch deshalb so vom Tageslicht bestimmt, weil unsere Körperfunktionen auf den Rhythmus von Tag und Nacht abgestimmt sind. Der Mensch ist ursprünglich eine Freiluftspezies, die nun aber vorwiegend in Innenräumen lebt. Unser zirkadianes System funktioniert wie ein komplexes Netzwerk innerer Uhren in jeder Körper- und Gehirnzelle. Photosensitive Ganglienzellen im Auge werden durch Licht angeregt und senden Nervensignale an ein bestimmtes Hirnareal, das als Zeitgeber des Körpers fungiert und die Aufgabe hat, unsere Körperfunktionen mit den natürlichen Licht- und Dunkel-Zyklen zu koordinieren. Ausreichend Tageslicht hält uns nicht nur für den Augenblick wach und aktiv, es fördert auch Stunden später noch besseren Schlaf (da mehr Serotonin produziert wurde, das in Melatonin umgesetzt wird) und erleichtert sogar das Aufwachen am nächsten Tag. Lichtmangel hingegen, das ist der logische Umkehrschluss, führt dazu, dass wir uns auch noch am Folgetag müde und antriebslos fühlen.

Lichtquelle als Faktor

Junge Frau blickt aus dem Dachfenster | VELUX Magazin

Tageslicht hat also einen therapeutischen Nutzen – es macht allerdings einen grossen Unterschied, woher es kommt. Dass unsere Lichtausbeute im Winter so gering ist, hängt auch mit dem Winkel des Lichteinfalls zusammen: Während im Sommer das Licht durchschnittlich in einem steilen Winkel von 65 Grad einfällt, ist er im Winter mit einem Durchschnittswinkel von 19 Grad eher flach. Über den Tag verteilt brauchen wir Licht mit einer Beleuchtungsstärke von mindestens 1.250 Lux, um Forschungen zufolge genug Anreize für die photosensitiven Ganglienzellen auf der Netzhaut im Auge zu liefern. Erst dann können diese Zellen ihre für die Gesundheit, das Wohlbefinden und den Schlaf so wichtige Zeitgeberfunktion erfüllen. Vor allem Tageslicht, das von oben durch Dachfenster oder Flachdach-Fenster einfällt, kann einen Raum mit bis zu dreimal so viel Licht versorgen wie ein Fassadenfenster. Dunkle Ecken im Treppenhaus oder der Garderobe lassen sich auch wunderbar durch innovative Sun-Tunnel aufhellen. Ein weiterer Vorteil von Dachfenstern und Oberlichtern ist das geringe Blendrisiko.

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FAQ – Häufig gestellte Fragen zum Thema Tageslicht als Therapie

Wie kann Tageslicht als Therapie eingesetzt werden?

Tageslicht sorgt im Gehirn für die Ausschüttung des Glückshormons Serotonin. Vor allem bei saisonal abhängigen Depressionen kann Tageslicht in Form von Tageslichtlampen als Therapie eingesetzt werden. In den Herbst- und Wintermonaten sollten Sie aber auch darauf achten, grundsätzlich genug Bewegung im Freien zu haben.

Wie viel Tageslicht braucht der Körper für die Bildung von Vitamin D?

Am besten ist es, wenn Sie Ihre Haut an Armen und Beinen – gerade in den Wintermonaten – mindestens 20 Minuten täglich ins Tageslicht halten. Das hilft ihrem Körper bei der Produktion des Vitamins D, das wichtig für unser Immunsystem ist.

Welches Licht fördert die Konzentration?

Tageslichtweisses Licht ist für die Konzentration und Leistungsfähigkeit am besten, während warmweisses Licht eher Müdigkeit und Entspannung fördert.

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